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Archivar
31.08.2016, 10:18

2016-09-24: 1. Hundewandertag Valtenberg -&gt; Görlitz
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Die nachstehenden Ausführungen mögen hier beispielhaft für unsere öffentlichen Veranstaltungen stehen bleiben. Variabel sind selbstverständlich Ort, Route, Zeitpunkt und Schwierigkeitsgrad der Strecke. Wir werden aber generell keine "Wanderungen um den Block" anbieten. Das ist für Hund wie Halter grundsätzlich wertlos und eher geeignet, das Frustpotential der Teilnehmer zu erhöhen. 

Am 24. September findet eine gemeinsame Hundewanderung Pudel & Bolonka mit offener Beteiligung statt.

Ausrichter ist die Zwergpudelzucht "von den Goldbergwiesen". Die Veranstaltung steht unter Schirmherrschaft des OHFVe.V. der solche Aktivitäten gezielt fördert und unterstützt, bei denen gesundheitliche Aspekte der Hunde einschließlich deren Sozialverhalten analysiert und verbessert werden können. 

Wir haben uns gemeinsam dazu entschlossen, auch vereinsfremden Hunden die Teilnahme zu ermöglichen. Allerdings ist die Anzahl fremder Hunde großer Rassen aus verständlichen Gründen begrenzt und es müssen Tiere ausgeschlossen bleiben, deren Aggressionspotential bekannt ist. Hunde, deren Sozialverhalten noch unklar ist dürfen mitgehen wenn deren Hundeführer präventiv einen passenden Maulkorb mitführen. 

Den Tieren wird Gelegenheit zum freien Auslauf gegeben, auf der Wanderrute selbst ist Leinenzwang notwendig. Da wir keine Tretminengalerie hinterlassen wollen, sind die festen Verdauungsrückstände vom Hundeführer aufzunehmen. Wir werden ausreichend Kotbeutel mitführen, bitten aber darum, daß jeder Tierhalter auch selbst Vorsorge trifft. 

Die Wegzehrung ist nach individuellem Bedarf durch jeden Teilnehmer selbständig abzudecken - wichtig ist ausreichend Trinkwaser für die Hunde! 

Die Zweibeiner werden  zur Mittagszeit auf dem Valtenberg eintreffen und können die dortige Gastronomie nutzen. Der Endpunkt unseres Tagesausfluges ist mit dem Startpunkt Waldhaus identisch. Hier kann noch ein Weilchen bei Kaffee & Kuchen geklönt und Bekanntschaften vertieft werden. 

Betreffs Hunden mit gesundheitlicher Beeinträchtigung / Belastbarkeitsmängeln wie Mops oder Bully u.a. weisen wir darauf hin, daß der Hundeführer ggfs. für entsprechende Tragemöglichkeiten vorsorgen möchte! Wir flanieren nicht auf Asphaltpisten sondern bewegen uns auf unbefestigten Waldwegen, was das tragen von festem Schuhwerk erforderlich macht. Während unsere Pudel und Bolonki mit nahezu jedem Wetter problemlos klarkommen, gilt das für Möpse und Bulldoggen so nicht. Dort ist die individuelle Situation sehr breit gefächert und kann nur vom Tierhalter selbst im Vorfeld eingeschätzt werden. 

Auch Hundefreunde ohne eigenes Tier können teilnehmen. Da einige Halter mit mehreren Hunden anreisen, findet sich bestimmt noch eine Leine mit Hund zum "dran festhalten"; so kommen alle auf ihre Kosten und wenn nichts dazwischen kommt ist uns Klärchen wohlgesonnen.

Interessenten melden sich bitte telefonisch in der Geschäftsstelle an.

Soweit die veröffentlichte Ankündigung. Was jetzt folgt, hat allerdings nicht viel mit dem ursprünglichen Plan gemeinsam. Warum es so kommen mußte, wird zum Schluß auch noch aufgelöst.

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Archivar
25.09.2016, 21:21

2016-09-24: 1. Internationaler Hundewandertag
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Der letzte Septembersamstag zeigte sich von seiner allerbesten Seite. Wir hatten zur Hundewanderung nach Görlitz eingeladen und waren sehr erfreut, daß auch recht weite Anfahrtswege in Kauf genommen wurden um an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Der Tag verlief überaus harmonisch und bescherte allen Teilnehmern einige neue Erkenntnisse. Die Hunde hatten keinerlei Probleme, mit ihren polnischen Artgenossen zu kommunizieren. Warum nur kann das bei den Menschen nicht auch so einfach sein?

http://galerie.ohfv-ev.de/data/media/9/Wanderstationen.png

Als Termin für die nächste Wanderung steht der 16. Oktober fest. Wir werden uns bemühen, daß das auch wieder ein interessanter Tag wird. Es geht diesesmal auf "Kraxeltour" zum Valtenberg. Details folgen demnächst.

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Netti
27.09.2016, 22:53


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Der 24.09.2016 war nun die erste Hundewanderung und fand in Görlitz statt. Wir waren zwar nur eine kleine Gruppe, dafür war die Exkursion aber sehr informativ. Ein paar Fotos sollen einen kleinen Einblick dazu geben. Bei sehr schönem Wetter besuchten wir zuerst den Ölberggarten, ein Landschaftsgarten welcher zur Heiligen Grab - Anlage gehört.
http://galerie.ohfv-ev.de/data/thumbnails/9/Goerlitz_24.9.16.pnghttp://galerie.ohfv-ev.de/data/thumbnails/9/Oelberg.jpg
Danach stand ein Besuch des Heiligen Grabes an. Während einer sehr informativen 2-stündigen Führung wurde uns der geschichtliche Hintergrund des Heiligen Grabes vermittelt, welches eine verkleinerte Kopie des Jerusalemer Originals ist. Allein von der Genauigkeit her ist sie einmalig in Deutschland.
http://galerie.ohfv-ev.de/data/thumbnails/9/Heiliges_Grab.jpghttp://galerie.ohfv-ev.de/data/thumbnails/9/Doppelkapelle.png
Dies ist die Doppelkapelle zum Heiligen Kreuz welche in der Zeit von 1481 bis 1504 durch Georg Emmerich erbaut wurde. Im unteren Bereich befindet sich die Adamskapelle und im oberen Bereich die Golgathakapelle. Insgesamt eine wunderschöne und empfehlenswerte Sehenswürdigkeit. Hier entstand auch das Gruppenbild.
http://galerie.ohfv-ev.de/data/media/9/Goerlitz_Gruppe.png
Anschließend besuchten wir noch kurz den Zwinger. Leider war hier wegen der Treppen, die sich ja durch die gesamte Anlage ziehen, für Stephanie Endstation. Wir sind auf "Plan B" ausgewichen - zur ehem. Ratsapotheke auf dem Untermarkt, Ecke Peterstraße. Im Hintergrund das neue Rathaus mit den Wappen aller Sechsstädte. Eine Stärkung war nun angesagt ;-) 
http://galerie.ohfv-ev.de/data/thumbnails/9/Zwinger1.jpghttp://galerie.ohfv-ev.de/data/thumbnails/9/Untermarkt.jpg
Hier zeigt sich der Turm des alten Rathaus mit Aussichtsplattform und der historischen Uhrenanlage. Links ist noch die Rathaustreppe mit Verkünderkanzel und einer sehenden :!: Justitia zu erkennen. Im zweiten Bild die beiden Kunstuhren mit dem Wächterkopf und im "Fenster" darüber der Goldene Löwe, der zu bestimmten Zeiten sein "furchterregendes Gebrüll" ertönen läßt. Dem Wächter klappt zu jedem Viertelstundenschlag der Unterkiefer herunter und man kann von unten das "Feuer" in seinem Schlund lodern sehen :-) Heutigentags tut es eine Glühlampe, was man vor Jahrhunderten für diesen Effekt nutzte, wissen wir nicht.
Die astronomische Uhr über der Hauptuhr läuft auch völlig exakt und zeigt mit dem Kleinen Zeiger die Mondphasen an. Der Große Zeiger markiert auf dem äußeren 24-Stunden-Zifferblatt die aktuelle Tageszeit.
http://galerie.ohfv-ev.de/data/thumbnails/9/Rathausturm.jpghttp://galerie.ohfv-ev.de/data/thumbnails/9/Rathausturmuhranlage.png
Wieder fit für den weiteren Weg gingen wir über die Altstadtbrücke auf die polnische Seite.
http://galerie.ohfv-ev.de/data/media/9/Goerlitz-Bruecke.png
Blick auf die Neiße flußaufwärts.
http://galerie.ohfv-ev.de/data/thumbnails/9/Altstadtbruecke.pnghttp://galerie.ohfv-ev.de/data/thumbnails/9/Oststadt_Polen.jpghttp://galerie.ohfv-ev.de/data/thumbnails/9/St._Peter_und_Paul.jpg
Die Altstadtbrücke ist ein moderner Ersatzbau für die alte Straßenbrücke, die, wie alle anderen Görlitzer Brücken nur wenige Stunden vor der Kapitulation durch die Wehrmacht sinnlos gesprengt worden sind. Flußabwärts befand sich noch eine kleine Fußgängerbrücke die auf im Fluß verankerten Stahlstützen montiert war. Die Stützen sind nach meiner Erinnerung erst in den frühen 60er Jahren ausgebaut wurden. Das nächste Bild in Richtung Ostvorstadt, heute Zgorzelec, zeigt linkerhand einen Teil des Speichers und in gerader Sicht auf die kleinen Häuschen an der Prager Straße. In einem dieser Baudenkmale lebte und arbeitete der bekannte Schuhmacher und Theosoph Jacob Boehme - eine Anschlagtafel verweist auf das museale Objekt. Der Blick zurück zeigt auf die für ihre einmalige Sonnenorgel europaweit berühmte Kirche St. Peter & Paul, welche auf gewachsenem Fels gegründet ist und auch eine beheizbare Unterkirche (Krypta) besitzt, die mit einer eigenen, kleineren Orgel zur Winterszeit für Gottesdienste genutzt wird.
Nach überschreiten der Flußmitte wird unsere Exkursion international - wir laufen am Uferweg entlang um dann schließlich über die Reichenberger Brücke, die sogenannte Stadtbrücke, auf der bis Kriegsende der Straßenbahnverkehr in Richtung des damaligen Ausflugsgebietes im und um den ehem. Görlitzer Vorort Moys, heute Ujazd, führte. So weit sind wir aber dann doch nicht gelaufen sondern über die Brücke, vorbei an der seit 2004 geschlossenen Stadthalle mit ihrer weltweit wohl einzigartigen Konzertorgel, durch den Stadtpark wieder Richtung Obermarkt, wo wir uns zum Kaffetrinken nochmals ein wenig verweilten. 
D.V.R.T. - diese Inschrift erinnert an den mittelalterlichen Aufstand der Görlitzer Handwerkerschaft gegen die Politik der Ratsherren. "Der Verräterischen Rotte Tor" führt zu dem Treffpunkt welcher - wie kann es anders sein - verraten wurde. Nicht einfach so, nein, das wäre zu einfach gewesen! Um der Aufrührer habhaft zu werden wurde die Uhr am Mönch - um 7 Minuten vorgestellt so daß der Stundenschlag, zu dem man sich regelmäßig traf, zu zeitig erfolgte und die eintreffenden Aufständischen bereits von den Schergen erwartet wurden. Es wurde kurzer Prozeß gemacht - Enthauptungen waren seinerzeit ein beliebtes Volksschauspiel . . . Die Verrätergasse - daher der Name - erinnert bis heute an diese grausige Tat. Der Name des Denunzianten ist m. W. nicht überliefert. 

Die Bilder aus der Oststadt zeigen deutlich, weswegen es mit den Treppenanlagen im Zwinger wirklich nicht ging. Wir haben dazugelernt und würden es nun doch besser machen können :-) Gleichwohl hat es allen Teilnehmern ganz gut gefallen, besonders "Graf" Kolja war ganz hinundhergerissen als er bei Stephanie mitfahren durfte.
http://galerie.ohfv-ev.de/data/thumbnails/9/Oststadt01.pnghttp://galerie.ohfv-ev.de/data/thumbnails/9/Oststadt02.pnghttp://galerie.ohfv-ev.de/data/thumbnails/9/Graf-Kolja.png

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Grus51
04.10.2016, 13:26


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Es war beim 1. gemeinsamen Pudel- & Bolonkatreffen 2016 aus dem Kreis der Teilnehmer der Wunsch an uns herangetragen worden, zusätzlich zum Jahrestreffen in kleinerem Kreise gemeinsame Exkursionen mit den Tieren durchzuführen. 

Zu dem Zweck planten wir einen Ausflug auf den Valtenberg. Der Septembersamstag versprach eine stabile Wetterlage bei angenehmen Temperaturen, so daß die Kraxelei für Mensch und Tier keine Ãœberbeanspruchung befürchten ließe. 

Was wir bei aller Euphorie völlig aus den Augen verloren hatten war der Umstand, daß wir in unserem Kreise auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen haben, denen eine solche Tour zur wahren Tortur werden würde, die sie unter keinen Umständen mitgehen könnten. 
Das wollten wir nun wirklich nicht, zumal die Einstandsveranstaltung mit einem für alle teilnehmenden Zwei- und Vierbeiner positiven Erlebnis werden sollte. Und so haben wir kurzerhand umgeplant und die für 2017 vorgesehene erste Görlitzer Altstadtwanderung vorgezogen. 

Ein paar Augenblicke haben unsere Freunde oben in Bildern festgehalten. 

Ob es allen Spaß gemacht hat, weiß ich nicht. Manchmal haben sich die Hundels etwas gelangweilt, etwa bei dem Vortrag in der Kapelle des Hlg. Grabes und in manchen Situationen war es ihnen nicht recht geheuer, wie etwa auf der Altstadtbrücke über die Neiße, welche leicht aber konstant vibriert hatte. Das sind Situationen, welche die Tiere lernen müssen, egal in welchem Alter!
