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Archivar
26.09.2019, 01:03

Jammern auf hÃ¶chstem Niveau ?
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Wer als Züchter nicht das Glück hat, im ererbten Geld zu schwimmen, wer keinen Partner hat, der bereit ist,  für das Hobby seines Lebensgefährten oder seiner Frau, sein im Büro oder Geschäft hartverdientes Geld vor  die Hunde zu werfen, der muss von einem normalen bis guten Einkommen nicht nur leben, sondern auch noch  die Hundehaltung und -zucht bestreiten.  In der Regel muss er aber auch genug Zeit zur Verfügung haben, um sich seinem Hundebestand zu  widmen und das geht von der Arbeitszeit und Hausarbeit ab.  Also bleibt vielen Züchtern gar nichts anderes übrig, als mit einer Halbtagsstelle zufrieden zu sein und die  Hundehaltung und das Hobby selbsttragend zu gestalten.  Sprich: Was die Hunde kosten, muss durch die Welpen (wenigstens teilweise) wieder hereinkommen.  Wehe aber die Planung geht nicht auf.
So steht es zu lesen auf manchen Homepages von Hundezüchtern oder wohl besser als Welpenproduzenten benannt.

Bezeichnend ist, daß solche Jammerorgien oder Rechfertigungsversuche nahezu ausschließlich auf den Seiten von gewerblichen oder auch gewerbsmäßigen Hundezüchtern zu finden sind. Also jenen Kreisen, die zur Ausübung ihrer Tätigkeit eine behördliche Erlaubnis benötigen und vom zuständigen Veterinäramt regelmäßig kontrolliert werden müssen. Das alleine ist nicht ehrenrührig - wenn dann aber großartig behauptet wird, nur eine Hobbyzucht zu betreiben, ist es gelogen!
Diese Lüge entlarvt sich in dem obigen zitierten Abschnitt ganz deutlich:
". . . die Hundehaltung und das Hobby selbsttragend zu gestalten." 
Es gibt ja die unterschiedlichsten Hobbys - das beginnt beim Angeln, setzt sich fort beim Briefmarkensammeln, beim Fußballspielen, Radfahren, Wandern, Reisen usw. und ja, man kann auch Tierhaltung und -zucht unterschiedlichster Arten zu seinem Hobby machen. Egal welches Steckenpferd man nun gerade reiten möge, mir ist KEIN EINZIGES bekannt, welches sich wirklich selbsttragend dauerhaft ausüben läßt! 
Warum bittesehr, sollte das bei einer "Hobby-Hundezucht" anders sein?

Auch wir nehmen ordentliche, aber keine Wucher- und erst recht keine Schleuderpreise wenn wir unsere Welpen verkaufen. Nur macht es einen Unterschied, daß wir zu keiner Zeit versucht haben von den Einnahmen aus der Tierzucht zu leben. Natürlich kann man das - doch dann ist es kein Hobby mehr sondern man betätigt sich als Berufszüchter! Es ist hierzulanden völlig legal, man soll nur dazu stehen was man tut und keine Märchen erzählen.

Die Kosten welche ein normaler Wurf verursacht werden locker von den Verkaufserlösen abgedeckt. Es bleibt noch soviel übrig um für Notfälle - etwa bei Angriffen fremder, freilaufender Hunde oder auch Wölfe - die medizinische Versorgung sicherzustellen. Es bleibt auch genug darüber, um verschlissene Einrichtungen und Ausrüstungen zu ersetzen und nicht zuletzt muß immer ein entsprechender Betrag sofort verfügbar sein um im Falle eines Falles einen Kauf rückabzuwickeln. Daß wir bisher niemals dazu aufgefordert waren ist kein Freifahrtschein! Unseriöse Geschäftspraktiken gibt es bei Bolonkazüchtern genau wie es sie bei manchen Chihuahuazüchtern und Züchtern anderer Rassen ebenso gibt. Die Medien freuen sich darüber weil sich damit "Quote machen" läßt. Grundsätzlich ist das aber eine nationale Schande denn hier hat der Gesetzgeber, haben die Parlamente jämmerlich versagt - oder sie sind versagt worden. 

Jedes Hobby, egal welches, ist immer und in jedem Falle mit entsprechenden Aufwendungen seitens des Betreibers verbunden. Das besagt nicht, daß man nicht auch gelegentliche Einnahmen aus Verkäufen oder dem Verleih etwa von doppelten Sammlungsstücken oder eben von selbst gezüchteten Tieren erzielen kann und darf. Es wird aber in keinem Falle möglich sein, aus so einer Beschäftigung seinen Lebensunterhalt zu bestreiten bzw. echte Gewinne zu erwirtschaften. Dazu muß man über regelmäßige Einnahmen verfügen und das geht nur bei einer professionellen = gewerblichen Ausrichtung.
